Valerie Haunz, aufgewachsen in Bonn, begann bereits im Alter von neun Jahren mit ihrem ersten Gesangsunterricht und legte damit den Grundstein für ihre spätere Karriere. Die frühe Begeisterung für den Gesang führte sie 2015 an die Hochschule für Musik und Tanz Köln, wo sie ihr Studium in Gesangspädagogik bei Ingeborg Greiner begann.
Während ihrer Ausbildungszeit war sie unter anderem Mitglied des Landes-Jugend-Chores NRW und der Audi Jugendchor Akademie. Diese Zugehörigkeit ermöglichte ihr Auftritte in renommierten Konzerthäusern wie der Elbphilharmonie, der Philharmonie Berlin, sowie der Philharmonie jeunesse de Montréal . Sie arbeitete mit namhaften Dirigent*innen wie Kent Nagano, Aapo Häkkinen und Alondra de la Parra zusammen und hatte die Gelegenheit, in Städte wie Paris, Montreal und Helsinki zu reisen.
Im Jahr 2018 erweiterte sie ihr Studium um den Bachelor of Music in Gesang mit dem Profil Oper/Konzert. Bereits ein Jahr später erhielt sie die außergewöhnliche Möglichkeit, für sechs Monate eine Vollzeitanstellung im Chor der Oper Köln anzunehmen. Von September 2019 bis März 2020 sammelte sie dort wertvolle Erfahrungen und wirkte in Produktionen wie Barkouf, Carmen und Il Trovatore mit. Auch nach diesem Engagement blieb sie der Oper Köln verbunden und arbeitete als Chor-Gast an Produktionen wie Die Zauberflöte, Faust und Die Trojaner. Ein besonderer Höhepunkt war für sie die Produktion von Die Vögel, bei der sie das Chor-Solo der zweiten Schwalbe singen durfte.
Neben ihrer Tätigkeit als klassische Sängerin ist Valerie Haunz auch als Lyrikerin und Improvisateurin aktiv. Dabei wurde sie maßgeblich von der Zusammenarbeit mit dem Liedpianisten und Gegenwartsmusiker Michael Gees geprägt.
Seit 2022 arbeitet Valerie Haunz mit ihrer festen Lied-Duo-Partnerin Sofi Simeonidis zusammen. Gemeinsam nahmen sie ein Liedprogramm mit dem WDR auf, das sich den Werken von Komponist*innen widmet, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und verfemt wurden. Mit Sofi Simeonidis gewann Valerie Haunz unter anderem den ersten Preis beim Musikwettbewerb Isenbügel in der Kategorie Liedduo und Moderation sowie den ersten Preis beim Lied-Duo-Wettbewerb des Festival Voccalis. Zudem errang sie einen zweiten Preis beim hochschulinternen Liedwettbewerb. Gemeinsam gewannen sie zudem den ersten Preis bei der „International Student LiedDuo Competition – Groningen“ und wurden mit dem „Fürstin Eugénie- Preis 2024 für Lied Duo“ ausgezeichnet, welcher mit einer Konzertaufzeichnung durch den SWR verknüpft ist. Zuletzt gewann Valerie Haunz den ersten Preis des „Gen Re Musikwettbewerb 2024“.
Im Sommer 2022 schloss Valerie Haunz ihre beiden Bachelor-Studiengänge ab und setzte ihr Studium fort, um im Sommer 2024 ihren Master of Music in Gesang Lied/Konzert zu erlangen. Dabei wechselte sie ihre Gesangslehrerin zu Claudia Kunz-Eisenlohr. Seit dem Wintersemester 2024/25 studiert sie einen weiteren Master of Music im Bereich Musiktheater, um sich ihrer szenischen Leidenschaft intensiver zu widmen.
Hierzu wird sie noch in diesem Jahr in der Opernproduktion der HfMT Köln ihr Debüt als „Echo“ in Richard Strauss ´s Oper „Ariadne auf Naxos“ singen. Ebenfalls folgt ein Engagement in der Sommerproduktion der Jungen Oper Schloss Weikersheim, in welcher sie ihr Debüt als „Adele“ in der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß gibt.
Stand: April 2025